Hinweise für den Betreiber
Betriebsanleitung für die Trinkwasser-Installation eines Gebäudes.
Die Beachtung der darin aufgeführten Hinweise und Empfehlungen sichert auf Dauer einen funktionstüchtigen, zuverlässigen und hygienisch einwandfreien Betrieb.
Gleichzeitig besteht die Garantie, dass das beförderte Trinkwasser immer das bleibt, was es ist-das wichtigste, unentbehrlichste Lebensmittel überhaupt. DIN En 806-5 regelt den Betrieb und die Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen. Diese Betriebsanleitung basiert auf den Inhalt dieses Normenteils. Ihre Beachtung ermöglicht die Erfüllung der Anforderungen aus der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und der vertraglichen Verpflichtung nach der Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) – bei dem örtlichen Wasserversorgungsunternehmen einzusehen – sowie der allgemeinen Verkehrssicherungspflichten.
Nach der Trinkwasserverordnung ist Trinkwasser Wasser für den Menschlichen Gebrauch und Wasser für Lebensmittelbetriebe. Wasser für den Menschlichen Gebrauch ist danach Wasser, das zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken oder insbesondere zu den folgenden anderen häuslichen Zwecken bestimmt ist:
- Körperpflege und Reinigung
- Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmittel in Berührung     kommen,
- Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen.
Trinkwasser-Installationen gehören ausdrücklich mit zu Wasserversorgungsanlagen, sodass die Anforderung der Trinkwasserverordnung eingehalten werden müssen.
Grund-Hauseigentümer dürfen nur Trinkwasser an Mieter, Hotelgäste, Patienten im Krankenhaus, Mitarbeiter in Gewerbe oder Industrie usw. zur Verfügung stellen, wenn die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen sowie die festgelegten Grenzwerte der Indikatorparameter erfüllt werden.
Dem zuständigem Gesundheitsamt sind Inbetriebnahme, Stilllegung oder ein Wechsel des Eigentümers für Hausinstallationen anzuzeigen, wenn aus diesem Wasser für die Öffentlichkeit, z.B. Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Gaststätten und sonstiger Gemeinschaftseinrichtungen, abgegeben wird. Das gleich gilt für gewerbliche Tätigkeiten wie bei der Vermietung von Wohnungen, in denen ein zentraler Trinkwassererwärmer mit mehr als 400 Litern installiert ist oder der Leistungsinhalt hinter dem Trinkwassererwärmer  mehr als 3 Liter Wasserinhalt hat und Duschen angeschlossen sind.
Hauseigentümer, die neben Trinkwasser noch ein anderes Wasser verteilen; z.B. Betriebswasser aus Regenwassernutzungsanlagen, sind verpflichtet, die bei der Inbetriebnahme dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen.
Der Hauseigentümer muss dem Verbrauchern, z.B. Mietern die verwendeten Aufbereitungsstoffe und ihre Menge im Wasser für den menschlichen Gebrauch durch Aushang oder sonstige schriftliche Mitteilung bekannt geben.
Nach den Bestimmungen der AVBWasserV ist für die ordnungsgemäße Erweiterung, Änderung und Unterhaltung der Anlage der Anschlussnehmer und ggf. der Betreiber verantwortlich.
Des Weiteren sind Anlagen und Verbrauchseinrichtungen so zu betreiben, dass Störungen anderer Kunden, störende Rückwirkungen auf Einrichtungen des Wasserversorgungsunternehmens oder Dritter oder Rückwirkungen auf die Trinkwassergüte ausgeschlossen sind.
Diese Forderung wird erreicht durch:
-  Bestimmungsgemäßen Betrieben
-  regelmäßige Inspektion und
-  regelmäßige Wartung
Die Zeitabstände für Inspektion und Wartung entnehmen Sie den Hinweisen für Instandhaltungsmaßnahme, Inspektion und Wartung. Sollten Sie die vorgeschriebenen Inspektionen nicht vornehmen können oder wollen, so sollten Sie ein Vertragsinstallationsunternehmen mit der Durchführung beauftragen.
Besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Hygiene verlangen die installierten Anlagenteile zur Behandlung und der Trinkwassererwärmung des Trinkwassers.
In Ihrer Anlage sind dies:
 - Filter
 - Trinkwassererwärmer
 -                                  
 -                                 
Informationen über einen bestimmungsgemäßen Betrieb enthalten die übergebenen Betriebsanleitungen der Hersteller.
Darüber hinaus sind die nachstehenden Grundsätze zu beachten:
-    Die in Leitungen eingebauten Absperrarmaturen (z.B. Eckventile, Stockwerk-Absperrarmaturen, Absperrarmaturen hinter dem Wasserzähler) sind immer voll geöffnet zu halten.um ein Festsitzen zu vermeiden, sind diese von Zeit zu Zeit regelmäßig zu betätigen.
-  Für Instandsetzungsarbeiten an Armaturen mit Schallschutzforderungen dürfen nur die als zugehörig gekennzeichneten Ersatzteile (z.B. Strahlregler, Oberteile, Brausen) verwendet werden.
-  Beim Austausch von Armaturen  mit Schallschutzanforderungen ist auf gleichwertige Kennzeichnung zu achten (Armaturengruppe I bzw. II).
-  An den Entnahmearmaturen mit Strahlreglern dürfen keine Schlauchverbindungen angeschlossen werden.
-  Der Anschluss von Apparaten sowie die Änderung der Betriebsweise sind von einem       Vertrags-Installationsunternehmen vorzunehmen.
-  Wasch- und Geschirrspülmaschinen dürfen nur an den hierfür vorgesehenen Entnahmestellen angeschlossen werden. Die Maschinen mit DIN-DVGW oder DVGW-Prüfzeichen sind gegen Rückfließen des Wassers gesichert. Die Entnahmearmaturen von Wasch-und Geschirrspülmaschinen sind unmittelbar nach dem Betrieb zu schließen.
-  Schläuche (z.B. Gartenbewässerung, Wagenwäsche) dürfen nur an den dafür vorgesehenen gesicherten Entnahmestellen angeschlossen werden.
-  Die Belüftungsöffnungen von Sicherungsarmaturen (z.B. Rohrbelüfter, Rohrtrenner) sind zum Schutz des Trinkwassers notwendig. Sie dürfen daher nicht verschlossen werden.
-  Tropfende Sicherheitsventile bzw. deren Abblaseleitungen dürfen nicht verschlossen werden.
 -  Um Kalkablagerungen und Energieverluste im Wasserbereich zu vermeiden, sollte die Temperatur auf 60°C begrenzt werden.
-  Grundsätzlich muss der Temperaturregler am Trinkwassererwärmer aus gesundheitlichen Gründen (z.B. zur Vermeidung von (Legionellenwachstums) auf 60°C eingestellt werden. Vorwärmstufen         > 400l müssen einmal täglich auf > 60°C erwärmt werden. Eine Ausnahme besteht bei Anlagen, in denen ein hoher Wasseraustausch stattfindet, wie z.B. in Ein- und Zweifamilienhäusern, hier wird die Einstellung der Regeltemperatur auf 60°C empfohlen. Betriebstemperaturen unter 50°C sollten aber auf jeden Fall vermieden werden.
-    Zirkulationspumpen sollten aus Gesundheits- und Komfortgründen als Dauerläufer betrieben werden. Aus Energieeinspargründen können bei hygienisch einwandfreien Verhältnissen Zirkulationssysteme für max.        8 Stunden in 24 Stunden, z.B. durch abschalten der Zirkulationspumpe, mit abgesenkten Temperaturen betrieben werden.
-    Um der Gefahr von Verbrühung vorzubeugen, soll die Temperatur von vorgemischtem Wasser an der Entnahmestelle 45°C nicht überschreiten.
-  Trinkwasserleitungen dürfen mit Nichttrinkwasserleitungen oder Abwasserleitungen nicht unmittelbar verbunden  werden. Dies gilt auch für den kurzzeitigen Betrieb. In diesem Fall sind entsprechende Sicherungseinrichtungen zwischenzuschalten z.B. bei der Benutzung von Gartenschläuchen oder beim Nachfüllen der Heizungsanlagen.
-  Stagnationswasser vermeiden. Daher ist der Wasserinhalt selten genutzter Anlagenteile(z.B. Zuleitung zu Gästezimmern und Gartenbewässerung) mindestens alle 7 Tage zu erneuern.
-  Zu beachten ist, dass auch bei guter Wärmedämmung eine Trinkwasserleitung bei Frost einfrieren kann, wenn keine Entnahme stattfindet. Rechtzeitiges Absperren und Entleeren ist notwendig.
-  Statische zusätzliche Belastungen der Trinkwasserleitungen( z.B. durch Anhängen von Gegenständen) sind zu vermeiden.
-  Wasserverluste sind durch regelmäßige Kontrollen von tropfenden Entnahmearmaturen oder Einlaufspuren in Klosettanlagen sowie regelmäßiges Ablesen des Wasserzählers zu erkennen. Gleichzeitig kann damit der eigene Wasserverbrauch kontrolliert werden.
Maßnahme bei Betriebsunterbrechung, z.B. Mieterwechsel oder Urlaub.


Dauer bei Nichtbenutzung der Trinkwasser-Installation

  
Dauer bei Nichtnutzung der Trinkwasser-Installation Wiederinbetriebnahme


Länger als 3 Tage   

 

Öffnen aller Entnahmearmaturen
Vollständigen Wasseraustausch herstellen

Länger als 4 Wochen

Einfamilienhaus: Schließen der Absperrarmatur hinter der Wasserzähleranlage
Mehrfamilienhaus: Schließen der Stockwerksarmaturen    Öffnen der Absperrarmaturen und aller Entnahmearmaturen in dem abstellten Bereich, vollständigen Wasseraustausch herstellen

Länger als 6 Monate


Einfamilienhaus: Schließen der Absperrarmatur hinter der Wasserzähleranlage
Mehrfamilienhaus: Schließen der Stockwerksarmaturen

Öffnen der Absperrarmaturen und aller Entnahmearmaturen in dem abstellten Bereich, vollständigen Wasseraustausch herstellen
Empfehlung: Wasserprobe aus einer Entnahmestelle in dem abgestellten Bereich entnehmen und mikrobiologische Kontrolluntersuchung durchführen lassen.
Spülmaßnahmen oder Desinfektionsmaßnahmen durchführen lassen, falls unzulässige mikrobiologische Belastungen festgestellt werden.
Inbetriebnahme und Nutzung erst dann, wenn einwandfreie Ergebnisse vorliegen.

Dauerhafte Nichtnutzung

 

Abtrennen der Anschlussleitungen direkt an den Versorgungsleitungen, Wiederinbetriebnahme nur durch Vertragsinstallationsunternehmen

Werden an der Trinkwasser-Installation Schäden oder Störungen bemerkt, die eine Gefahr der Trinkwasserverunreinigung hervorrufen könnten oder Veränderung in Geruch, Geschmack oder Farbe erkennen lassen, so ist unverzüglich deren Behebung zu veranlassen. Bei erkennen von Gefahr ist die Anlage durch schließen der Hauptabsperrarmatur hinter dem Wasserzähler stillzulegen und ein Vertragsinstallationsunternehmen zu Verständigen. Verminderte Wassermengen an Entnahmearmaturen (Wassermangel) können verschiedene Ursachen  haben.


Zu kontrollieren ist:
-    ob die zugehörigen Absperrarmaturen voll geöffnet sind,
-    ob vorgeschaltete Filter verschmutzt sind,
-    ob Strahlregler(Perlatoren) verschmutzt oder verkalkt sind
-    ob ungeeignete Armaturen verwendet werden,
-    ob der Druckminderer defekt ist


Sollte keiner dieser Punkte zutreffen, kommen als weitere Möglichkeiten in Betracht: Ablagerungen und Inkrustationen- insbesondere in den warmwasserführenden Anlagenteile – Änderung des Versorgungsdruckes oder schlimmstenfalls ein Rohrbruch. Fließgeräusche können verschiedene Ursachen haben.  Nicht Schallschutzgeprüfte Armaturen, nicht vollgeöffnete oder defekte Absperrarmaturen sowie unzulässige Druckstöße (Wasserschläge)durch schnellschließende, insbesondere defekte Entnahmearmaturen, ungeeignete Armaturen und falsche Betätigungen könne die Ursache für Fließgeräusche sein.
In Solchen Fällen ist dann schnellstmöglich ein Vertragsinstallationsunternehmen zu informieren. Wenn wesentliche Veränderungen an der Trinkwasser-Installation vorgenommen werden sollen, dann dürfen diese Arbeiten gemäß §12 Absatz 2 AVB WasserV nur durch ein Installationsunternehmen, das in das Installateur Verzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens eingetragen ist, ausgeführt werden.

 

Darunter fallen insbesondere:
-  Veränderungen an Rohleitungen durch z.B. Gewindeschneider, Löten, Schweißen, Schrauben, Klemmen, Pressen und Kleben;
-  Anschluss von Anlagen und Apparaten ohne DIN-/DVGW-Zeichen;
-  Wartung und Austausch von Sicherungs-bzw. Sicherheitsarmaturen;
-  Austausch einer Armatur mit Schlauchbrause.
Anlageteile, die regelmäßig kontrolliert und gewartet werden müssen oder die für Kontroll- und Wartungszwecke vorgesehen sind, sowie alle Bedienungselemente sind jederzeit zugänglich zu halten. Damit sie im Bedarfsfall schnell zugänglich sind, sollten sie nicht durch Hausrat, Möbel usw. zugestellt bzw. verkleidet sein.


 

Goihl,Geseker Haustechnik GmbH

 

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